TOP 7 traditionelle dalmatinische Spezialitäten, die Sie im Segelurlaub in Kroatien probieren sollten
Diese „Top 7 kroatischen traditionellen Speisen, die Sie beim Segeln in Kroatien probieren sollten“ dürfen auf einem Segelurlaub in Dalmatien nicht fehlen. Eine der häufigsten Fragen, die uns Gäste vor ihrem Segelurlaub in Kroatien stellen, lautet: „Welche typisch kroatischen traditionellen Gerichte und Spezialitäten sollte man in Kroatien unbedingt probieren?“
Ganz gleich, ob diese Frage im Charterbüro, an den Skipper, der die Gäste auf ihrem 7 bis 14 tägigen Segelurlaub begleitet, oder sogar an den Transferfahrer direkt nach der Landung gestellt wird, sie gehört zu den Themen, die unsere Kunden besonders häufig interessieren. Aufgrund der landschaftlichen Vielfalt Kroatiens, seiner Traditionen und historischen Einflüsse ließe sich jedoch ein ganzes Buch über typisch kroatische traditionelle Gerichte schreiben. Deshalb konzentrieren wir uns hier auf die dalmatinische Küste und auf jene Köstlichkeiten, die Ihnen während Ihres Segeltörns entlang Dalmatiens begegnen werden.
Traditionelle dalmatinische kroatische Küche und Speisen
1.) Pager Käse mit geräuchertem Pršut

Eine kalte Platte mit geräuchertem Pršut und Käse von der Insel Pag zählt zu den beliebtesten Vorspeisen in Dalmatien. Der dalmatinische Schinken, der an der frischen Luft geräuchert und luftgetrocknet wird, heißt Pršut und erinnert in seiner Art an italienischen Prosciutto. Für den bekannten Pager Käse wird meist Schafsmilch verwendet. Dazu werden häufig marinierte Oliven serviert. Restaurantbesitzer sprechen oft stolz von hausgemachtem Schinken, Käse und Oliven.
Auf der Insel Pag wächst durch die Bora, die salzhaltige Luft vom Meer heranträgt, besonders aromatisches, salziges Weideland. Die dortige, einzigartige Vegetation verleiht der Milch ihren unverwechselbaren Geschmack. Die Schafe der Insel grasen auf diesen kräuterreichen, salzigen Flächen. Seit Jahrhunderten wird in dieser Region Schafskäse hergestellt.
In jedem Laib, den Sie im Geschäft oder auf dem Tisch einer Konoba sehen, steckt die Erfahrung vieler Generationen. Seine Reifezeit kann bis zu 18 Monate betragen. Danach überzeugt er mit einer salzigen, würzigen Struktur und einem intensiven Aroma, das an italienischen Parmigiano erinnert. Paški sir, also Pager Käse, wird traditionell als Begleitung zu geräuchertem Pršut und Oliven serviert und ist sowohl in Lebensmittelgeschäften als auch in Restaurants leicht zu finden.
2.) Gegrillter Fisch mit Blitva

Ein klassisches Hauptgericht ist gegrillter Fisch, etwa Goldbrasse, Wolfsbarsch oder edler Dentex. Als preiswertere Alternative werden oft gegrillte Calamari serviert, denn Wildfang kann in Restaurants überraschend kostspielig sein. Frischer Fisch schmeckt am besten, wenn er über der Glut von altem Rebholz, Olivenholz oder dalmatinischer Kiefer gegrillt wird. Er bildet den Höhepunkt vieler Abendessen im Segelurlaub und wird meist nur mit einigen Tropfen frischem Zitronensaft und nativem Olivenöl verfeinert. In Dalmatien sagt man gern, dass ein Fisch in seinem Leben dreimal schwimmt: zuerst im Meer, dann im Olivenöl und schließlich im Wein. Die dalmatinische Küche weist viele Gemeinsamkeiten mit anderen mediterranen Küchen auf, etwa mit der italienischen, französischen, spanischen und griechischen. Über dalmatinische Küche zu sprechen, ohne Fisch zu erwähnen, ist kaum denkbar. In den meisten kroatischen Restaurants und Konobas an der Küste und auf den Inseln wird der Fang des Tages serviert. Oft kommt der Fisch tatsächlich noch aus dem Meer desselben Morgens, bevor Sie im Restaurant Platz nehmen.
Restaurantbesitzer, die zugleich selbst kochen, servieren in der Regel nur das, worauf sie wirklich stolz sind. Deshalb lohnt es sich, jetzt besonders aufmerksam zu sein. Das Personal eines dalmatinischen Restaurants ist Ihre beste Quelle, wenn es um Empfehlungen und Tagesangebote geht. Häufig arbeiten dort mehrere Familienmitglieder gemeinsam, was aus verschiedenen Gründen von Vorteil ist. Wenn Sie mit dem Gastgeber ins Gespräch kommen, werden Sie meist besonders herzlich betreut. Da die meisten Restaurants und Konobas familiengeführt sind, fühlt man sich schnell wie ein willkommener Gast im eigenen Zuhause der Gastgeber. Zudem erfahren Sie im persönlichen Gespräch oft mehr über den Fang des Tages und erhalten Empfehlungen, die gar nicht unbedingt auf der Speisekarte stehen.
3.) Dalmatinische Peka

Das Garen unter der sogenannten Peka, einer schweren Metallglocke, ist wohl eine der ältesten Zubereitungsarten im Adriaraum und im gesamten Mittelmeergebiet. Das Gericht schmort dabei im eigenen Saft unter der Glocke, die von oben mit heißer Glut bedeckt wird und so sehr hohe Temperaturen erzeugt. Archäologischen Untersuchungen zufolge reichen die Ursprünge dieser Methode bis in die Bronzezeit zurück. Früher bestand die Glocke aus Ton, ähnlich wie ein marokkanischer Tajine, heute wird die Peka jedoch aus Metall gefertigt. Diese Zubereitungsart ist in Dalmatien ebenso authentisch wie in Mazedonien, Bosnien und Herzegowina oder auch in Marokko. Man findet sie in ganz Dalmatien sowie in anderen Teilen Kroatiens, etwa in Istrien oder im dalmatinischen Hinterland. Peka kann sowohl mit Fleisch als auch mit Fisch zubereitet werden. Wer Fleisch bevorzugt, wird Lamm oder Kalbfleisch besonders schätzen. Viele Kenner empfehlen sogar eine Kombination aus beiden Fleischsorten.

Mit Seafood Peka ist in den meisten Fällen Oktopus gemeint.

Fleisch und Meeresfrüchte aus der Peka werden stets zusammen mit Kartoffeln und Gemüse unter der Glocke gegart, sodass keine zusätzliche Beilage nötig ist. Dennoch passen hausgemachtes Brot und ein guter dalmatinischer Wein ganz hervorragend dazu. Während Ihres Segelurlaubs an der Adria werden Sie auf solche Genüsse nicht verzichten müssen. Jeder erfahrene Skipper kennt an der Küste und auf den Inseln die besten Peka Meister. Bedenken Sie jedoch, dass die Zubereitung mehrere Stunden dauert. Informieren Sie Ihren Skipper daher rechtzeitig, wenn Sie Peka essen möchten, denn dieses Gericht wird nicht spontan und nicht nur für eine einzelne Person zubereitet. Beim Wein entscheidet selbstverständlich der persönliche Geschmack, doch bei der Peka gilt meist: sinnvoll ist eine Bestellung ab drei Personen.
4.) Dalmatinisches schwarzes Risotto, Crni rižot

Dieses Gericht kommt frisch aus der Adria und gilt als besondere Delikatesse. Schwarzes Risotto, ein fester Bestandteil vieler dalmatinischer Speisekarten, schmeckt deutlich besser, als seine dunkle Farbe vermuten lässt. Die charakteristische Färbung und das markante Aroma stammen von Tintenfischtinte und weiteren Meereszutaten, während Fisch und Meeresfrüchte für die herzhafte Tiefe sorgen. Wer dabei lachen oder scherzen möchte, sollte wissen, dass Zähne und Zunge danach deutlich dunkler aussehen können. Crni rižot, also schwarzes Risotto, wird in der Regel frisch am selben Tag zubereitet. Es ist meist schneller serviert als Gerichte, die erst auf dem Grill gegart werden müssen. Entlang der gesamten kroatischen Küste gilt schwarzes Risotto als echte Spezialität. Seinen Namen verdankt es seiner unverkennbaren schwarzen Farbe. Besonders häufig wird es mit Sepia zubereitet, deren schwarze Tinte der wichtigste Bestandteil dieser beliebten Delikatesse ist.
5.) Dalmatinische Pašticada

Für viele Menschen ist Essen weit mehr als nur Nahrungsaufnahme. Auch wenn das Segeln auf der Adria Ihr eigentlicher Reiseanlass ist, gehört die regionale Küche untrennbar zum Erlebnis dazu. Auf den Speisekarten der Konobas finden sich zahlreiche ursprüngliche und authentische Gerichte, darunter die dalmatinische Pašticada. Dabei handelt es sich um ein Gericht, das traditionell besonderen Anlässen vorbehalten ist, etwa Hochzeiten oder Feiertagen wie Weihnachten. Wie genau eine echte dalmatinische Pašticada zubereitet wird, lässt sich kaum einheitlich erklären, denn fast jede dalmatinische Familie hat ihr eigenes Rezept. Jede Köchin und jeder Koch setzt eigene Akzente. Klassischerweise wird jedoch Rindfleisch, meist aus der Keule, in einer Marinade aus Essig, Wein, Zwiebeln und Kräutern eingelegt. Je länger das Fleisch mariniert, desto zarter und aromatischer wird es. Nach etwa zwei Tagen werden Speck, Knoblauch und Karotten hinzugefügt, was dem Gericht zusätzliche Tiefe verleiht. Anschließend wird das Fleisch von allen Seiten sanft angebraten und danach stundenlang in einer kräftigen, aromatischen Sauce geschmort.
Die Ursprünge dieser Spezialität reichen bis in die griechische und römische Antike zurück. Im Lauf der langen Geschichte Dalmatiens wurde das Gericht immer weiter verfeinert. Heute ist Pašticada ein echter Stolz vieler Köche, und das Rezept wird oft wie ein Familienschatz bewahrt. Wenn Sie einen Segelurlaub in Dalmatien planen, sollten Sie diese Spezialität unbedingt probieren. Traditionell wird sie mit Kartoffelgnocchi serviert, also als Pašticada s njokima. Für die Gnocchi werden die Kartoffeln noch heiß geschält und anschließend püriert.
6.) Lamm am Spieß

Geröstetes Lamm gehört vielleicht zu den beliebtesten Hauptgerichten der dalmatinischen Küche. Auf Kroatisch heißt Lamm am Spieß „Janje na ražnju“.
Zunächst möchten wir jedoch den Ursprung des Namens unserer Region, Dalmatien, erläutern. Was bedeutet der Name Dalmatien eigentlich, und woher stammt er? Nach der Eroberung im Jahr 10 n. Chr. bezeichneten die Römer das Gebiet als „Dalmatae“. Bereits zuvor war der Begriff Dalmatia über längere Zeit im Zusammenhang mit dem illyrischen Königreich gebräuchlich. „Dalmatae“ ist höchstwahrscheinlich ein illyrisches Wort für Schaf. Einer verbreiteten Auffassung zufolge wurden die Menschen dieser Region nach den Hirten benannt.
Oft hört man, dass die schmackhaftesten Lämmer Kroatiens auf den Inseln Cres und Pag zu finden sind, was vor allem mit den Kräutern und Gräsern ihrer Weiden zusammenhängt. Die Insel Pag und die Kornaten gelten allgemein als besonders hervorragende Regionen für kroatisches Lamm. Aromatische Pflanzen und Meersalz auf den Weideflächen dürften dafür die wichtigsten Gründe sein. Zugleich nimmt auch die Schafrasse Pramenka einen besonderen Platz in der dalmatinischen Küche ein. Sie wächst im duftenden mediterranen Hinterland heran und gilt heute im Raum Zadar und Šibenik ebenso wie im übrigen Dalmatien als kulinarische Ikone.
Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass sich durch die mediterrane Vegetation Dalmatiens eine besondere Ausprägung des Schafs entwickelt hat, die sich von Tieren des Festlands in Duft, Geschmack und Fleischstruktur unterscheidet. Allein im Hinterland von Zadar wachsen rund 3.500 Pflanzenarten, von denen etwa 7 Prozent endemisch oder einheimisch sind. Lamm von der kroatischen Küste und von den Inseln gilt daher als besonders aromatisch und geschmackvoll. Auch die Tiere selbst sind hier meist etwas kleiner und schlanker. Möglicherweise trägt dazu auch das Meersalz bei, das mit der starken Bora über die Weiden getragen wird und für Schafe eine besondere Delikatesse darstellt. Entscheidend für dieses Gericht ist, dass das Fleisch eines jungen Lamms in jenem Moment verarbeitet wird, in dem sein Geschmack am besten ist:
- wenn es erst wenige Monate alt ist
- wenn es nicht mehr von der Muttermilch abhängig ist
- wenn es sich von einer Vielfalt dalmatinischer Weidekräuter ernährt hat
Dalmatinisches Lamm wird auf denkbar einfache Weise zubereitet: Vor dem Rösten über offenem Feuer am Spieß wird lediglich Salz hinzugefügt. Gerade wegen dieser Schlichtheit und seines außergewöhnlichen Geschmacks ist es bei Hochzeiten und feierlichen Essen, besonders zu religiösen Festtagen, kaum wegzudenken. Für das Braten am Spieß gilt ein Lamm von etwa 10 Kilogramm als ideal. Ist das Tier deutlich schwerer, verliert das Fleisch viel von seiner Feinheit und entwickelt einen stärkeren Geruch. Die Vorliebe der Kroaten für Lamm ist jedenfalls unübersehbar. Einer Überlieferung zufolge gilt Lamm in dieser Region bereits seit rund achttausend Jahren als Delikatesse.
7.) Fritule, kleine beschwipste Krapfen

Vor Hunderten von Jahren kamen diese kleinen Krapfen aus Venedig über die Adria. Entlang der kroatischen Küste verbreiteten sie sich jedoch rasch. Heute werden sie im ganzen Land gegessen, besonders in der Weihnachtszeit. Der Duft des in Öl ausgebackenen Teigs mit Zitrusnoten und Gewürzen ist unwiderstehlich. Nicht selten klopfen Nachbarn an die Tür, und Kinder warten voller Vorfreude auf ihren Anteil. Jede Familie hat ihre eigene Art, diese kroatische Süßspeise zuzubereiten. Weiche Hefeteige sind weit verbreitet, doch auch dickflüssigere Varianten sind beliebt. Zitrusschalen, geriebener Apfel oder Rosinen verleihen eine fruchtige Note und machen sie noch verführerischer. Für den letzten aromatischen Akzent sorgt meist ein Likör, häufig Rum oder Grappa. Ob die Rezepte im Detail voneinander abweichen, spielt dabei kaum eine Rolle. Diese kleinen, ausgebackenen Köstlichkeiten gehören entlang der Adriaküste ganz selbstverständlich dazu.
Man findet sie an der kroatischen Küste das ganze Jahr über, bei traditionellen Genussfesten ebenso wie in den Gassen dalmatinischer Orte, die noch immer vom Flair vergangener Zeiten geprägt sind.
